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BARRICADE – Das Musical (Tourproduktion)

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Die Deutsche Musical Company präsentiert zusammen mit der Kammeroper Köln mit BARRICADE ein neues Musical nach dem Roman "Les Misérables" von Victor Hugo.

In der neuen Bühnenfassung von Holger Potocki und Bianca Hein mit der berührenden Musik von Esther Hilsberg wird die Geschichte von Marius Pontmercy erzählt, dessen Liebe zu dem Mädchen Cosette ihn in die Geschichte des ehemaligen Sträflings Jean Valjean hineinzieht, der auf der Flucht vor seiner Vergangenheit und dem skrupellosen Polizisten Javert um sein Leben und die Zukunft seiner Ziehtochter kämpft. Zwischen den brennenden Barrikaden der Pariser Straßenaufstände entspinnt sich eine große Geschichte um Liebe, Leidenschaft und Tod. 

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  • 19. Januar 2017

    1 Sterne

    Ich habe für das Musical mehr bezahlt als es Wert ist, da ich eine Karte für Les Miserables gekauft habe und nicht für Barricade. Dennoch habe ich es ja nun zwangsweise gesehen und bin in der Lage dies zu bewerten. Es ist schwer dem neuen Stück nach dieser Täuschung objektiv zu begegnen. Für mich sind seit dem Besuch einige Tage vergangen und der Ärger hat sich in Enttäuschung gewandelt. Ich habe heute etwas gegooglet und geyoutubet und mir die Kompositionen von Frau Hilsberg noch einmal angehört, um hier nicht nur von meiner Erinnerung, die wahrlich durch mein Entsetzen beinflusst wurde, wieder einen objektiven Blick auf das Stück zu gelangen. Als Fazit kann ich nun mit etwas Abstand folgendes ziehen: Es gibt wenige Werke, die m. E. so vollkommen sind, vor allem durch ihren Leitfaden, durch die ganze Komposition, wie das von Boublil/Schönberg (persönlich für mich in der englischen Übersetzung). {Kleiner Exkurs: Die Herr der Ringe Symphony von Howard Shore gehört hier defintiv auch dazu}. Neuinterpretationen von Text und Musik können hier eigentlich nur verlieren. Ich frage mich auch in welchen Sphären manche Musiker sich bewegen um sich anzumaßen fast heilige Titel neu aufzulegen. Wenn es schon etwas Neues sein sollte, hätte ich es wahrscheinlich in einer ganz anderem Musikgenre wiederfinden lassen und das Ganze in die Neuzeit gelegt. Musikalisch konnte Frau Hilsberg, auch im Nachhinein beim Hören von Youtube Videos, die Gefühle (Leiden, Trauer, Freude, etc.) die Schönberg bestens rüberbrachte, sehr oft nicht gut vermitteln. Die Texte sind leider teilweise sehr unterirdisch und primitiv, will sagen, es haben eigentlich nur noch ein paar Wörter wie "krass"´, "geil" und "scheisse" gefehlt. Lieber wurden Textzeilen einige Male wiederholt (wie man es ja leider heute zu Hauf in der Popmusik betreibt) um die Zeit des Liedes zu füllen, anstatt sich mit einem auch schlüssigen Text zu befassen. Ich kann mir hier nicht Anmaßen über die einzelnen Musiker oder Künstler zu werten, ich denke jeder der Mitwirkenden ist in der Lage seinen Job mehr als Gut zu erledigen, doch wenn das Drehbuch zum Original murks ist, was es im meinen Augen definitiv ist (Weglassen des Anfangs, Zeitsprünge in der Geschichte nicht darzustellen, Auslassen einiger wichtigen anderen Szenen, Verlagerung der Geschichte von Jean Valjean zu Cosette und Marius, etc.) können die begnadetsten Protagonisten hier nichts rausreissen. Die erzählte Geschichte (Barricade) ist sehr unschlüssig und eigentlich nur zu kapieren, wenn man das Werk von Hugo gelesen oder das Musical Les Miserables gesehen hat. Eine gut erzählte Geschichte bedarf eben keiner Vorkenntnis. Hier wäre auch mehr als Handlungsbedarf. Es ist mit Sicherheit zwar auch möglich die Geschichte von der Seite von Cosette und Marius zu erzählen, aber dann habe ich eigentlich nur noch eine Liebesgeschichte und der Rest tritt in den Hintergrund und wäre nur noch füllendes Beiwerk. Der interessantere Charakter bleibt eigentlich Jean Vealjean und neben ihn Javert. Also meines Erachtens nur empfehlenswert für Zuschauer des bekannten Fernsehsenders, entstanden einst aus einem deutschen Radiosender, das nur aus Luxemburg senden durfte. :-)

  • 17. Januar 2017

    2 Sterne

    "Genuss von zweiter Hand". So ist der Titel über dem Artikel im Kulturteil der heutigen Ausgabe der Kasseler HNA. Und das ist der Knackpunkt. Meine Frau und ich sowie Hunderte andere Musikfreunde zahlen viel Geld für den Besuch (wir z.B. 155 Euro) und erwarteten die Musik des Originalmusicals, was wir angesichts des Titels "Les Meserables" auch erwarten durften. Klar, es war eine Neuinszenierung. Doch die haben wir an unseremTheater auch oft mit Beginn des neuen Bühnenjahres. DochMozarts Musik bleibt Mozarts Musik, auch wenn sich Bühnenbild und einige Sänger ändern. In diesem Fall aber wurde uns das Stück "Barricade" frech als "Les Miserables angeboten und verkauft. Am liebsten hätten wir die Halle unter lautem Protest verlassen, als wir den betrug bemerkten. Doch wollten wir nicht stören und die ehrlichen Bemühungen der Bühnenakteure nicht stören. Zum Stück selbst. Na ja, kann man anschauen. Bühnenbild und Darsteller sind bemüht und teilweise gut. Auch die Gesangsdarvietungen und das Orchester brachten ansprechende Leistungen. Doch ist es leider nur eine mittelmäßige Musik, die in keinster Weise mit den Originalmeldoien von "Les Miserables" von 1980 mithalten kann. Keine zündenden Songs, oft ziemlich langweilige Solo-Arien, wenig Temperament. Allerdings wird alles engagiert vorgetragen, von dem vermutlich nicht so erfahrenen Darstellern. Fazit: Für "Barricade" hätten wir das Eintrittsgeld nicht bezahlt,doch hätten wires als annehmbar bezeichnet, wennes als kopie preiswerter und als solche benannt worden wäre.

  • 25. November 2016

    4 Sterne

    „Les Misérables“ kennt jeder. Mittlerweile gibt es unzählige Versionen nach dem Roman „Les Misérables“ von Victor Hugo. Eine neue Version bietet nun das Musical „Barricade“ welches zur Zeit die Kammeroper Köln aufführt und nächstes Jahr in ein paar anderen Städten zu Gast sein wird. Das Bühnenbild des Stückes ist karg und schlicht und war am Anfang störend. Zum Ende hin hat man es aber nicht wirklich mehr wahrgenommen, da man sich früher oder später auf die Darsteller konzentriert hat, die einen irgendwann mitgenommen haben. Stimmlich waren ein paar sehr gute Stimmen dabei gewesen. Trotz einer Samstag-Abendvorstellung und der Tatsache das es sich um ein kleines Theater mit nur 20 Reihen handelt, war die Vorstellung nicht ausverkauft. Dies hat dem Stück aber nicht geschadet, es gab am Schluss Standing Ovations. Ob es die Lieblingsversion eines jeden wird, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber bei Preisen bis zu 39 Euro ist das Preis-Leistungsverhältnis angemessen. Wir hatten einen schönen Abend. „Barricade“ ist bis auf 2-3 Lieder komplett auf Deutsch und ging von 19 – ca. 21.40 Uhr, inkl. Pause. Die Kammeroper Köln ist im Walzwerk Pulheim angesiedelt. Parkplätze sind ausreichend vorhanden und die Fahrt mit dem Zug soll nur 12 Minuten vom Kölner Hauptbahnhof dauern. Die Haltestelle ist nur ein paar Minuten vom Walzwerk entfernt. Bei der Kammeroper Köln handelt es sich um ein kleines Theater. Der Vorteil bei der Location ist, das Orchester sitzt zum Teil rechts neben dem Publikum, so einen Klang gibt es bei den großen Theatern nicht. Nachteil der Location, die Toiletten sind nur über den Zuschauerraum zugänglich. Gäste der Vorstellung sind daher leider geneigt, während der Aufführung diese Aufzusuchen. Das übliche Problem war auch hier anwesend, einige der Gäste konnten es nicht lassen und mussten während der Vorstellung mit dem Handy filmen. Hier sollte mehr darauf geachtet werden, dass dies unterlassen wird. Aber das ist ein allgemeines Problem aller Theater. Neben dem Theater ist eine kleine Bar, welche ca. 1 Stunde vor Spielbeginn öffnet. Tickets ohne VVK Gebühr sind zum Preis von 22-39 Euro telefonisch unter 02238 - 956 03 03 über die Kammeroper erhältlich. Ein Musicalheft konnte für 4 Euro erstanden werden. Die CD zu „Barricade“ ist ab Dezember erhältlich.

  • 13. November 2016

    5 Sterne

    Tolle Besetzung (Marc Lamberty als Marius und Andrea Matthias Pagani als Valjean waren herausragend, aber auch ansonsten ein sehr gutes und vor allem spielfreudiges Ensemble). Was mich aber auch sehr begeistert hat, war die Musik. Besonders die großen Ensembleszenen sind rundweg gelungen. Rundherum ein toller Abend.

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